logo
Startseite ›  Erlebnis Frankenwein ›  Aktuelles_Detail

Keuper Connection - Wein unter Stein

0 Kommentare

´Glück auf´ hieß es für die geladenen Ehrengäste wie die Fränkische Weinkönigin Silena Werner und Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes sowie zahlreiche Medienvertreter am vergangenen Montag, den 11.12.2017, in Hüttenheim bei Iphofen. Denn die Keuper Connection, drei Jungwinzer aus Unterfranken, hatte zu einem Pressetermin der ganz besonderen Art eingeladen. Für den ersten, ganz exklusiven Blick auf ihren „Stollenwein“ ging es tief hinein in den Untertagebau der Knauf Gips KG, einem unterirdischen Labyrinth mit rund 200 Kilometern Wegstrecken. Im größten Bergwerk Bayerns wird seit über 60 Jahren Anhydrit (griechisch für ´Stein ohne Wasser´) abgebaut, rund 250.000 Tonnen im Jahr, und zu Fließestrich verarbeitet. Doch in einer unscheinbaren Felskammer, abseits der Hauptabbauroute, liegt für die nächste Zeit ein ganz besonderer, flüssiger Schatz: vier 500l-Eichenholzfässer gefüllt mit fränkischem Silvaner – einem vielleicht ganz besonderen Wein unter Stein.

Mal ganz neue Wege gehen

Eine unverkennbare würzige, intensive, fruchtige Note: Der Keuper-Boden, auf dem die Reben der drei Jungwinzer aus Iphofen, Ziegelanger und Hüttenheim wachsen, verleiht dem Wein – allem voran dem Silvaner – seinen ganz eigenen, unverkennbaren Geschmack. „Neben der individuellen Handschrift des Winzers sorgen vor allem die standortgegebenen Faktoren für das einmalige Geschmackerlebnis des Weines“, so Markus Hillabrand. Schmecken, wo´s herkommt: Die Kombination aus Boden, Rebsorte, Mikroklima und schließlich das Handwerk des Winzers hinterlassen im Wein ihre ganz besondere Geschmackskomposition, dem Terroir (lat. für terra ´Erde´). Die Keuper Connection mit Max Martin, Thomas Fröhlich und Markus Hillabrand denken dabei aber noch ein Stück weiter, oder vielmehr den Terroir-Gedanken zu Ende: „Die Qualität des Weines wächst im Weinberg, wird im Keller aber perfektioniert“, erläutert Max Martin. Deshalb wurde für die Reife eines ausgewählten Silvanertropfens des Jahrgangs 2017 nicht die heimischen Keller der Weinmacher, sondern die Felsenkammer unter dem Hüttenheimer Tannenberg ausgewählt. Für die kommenden 12-18 Monate reift der Wein nun, passender Weise in Eichenfässern aus dem Steigerwald, bei 80 % Luftfeuchtigkeit, gleichbleibenden 14 Grad und rund 60 Meter unter einem, wie soll es anders sein, Silvaner-Weinberg.

Was passiert im Fass?

„Der Stollenwein ist ein Experimentalwein, den es so noch nicht gegeben hat“, betont Thomas Fröhlich. Was passiert im Wein unter Stein? Intensiviert der Gips-Keuper den Geschmack auch während der Reife? „Wir gehen davon aus, dass im Fass etwas passiert; in welche Richtung es aber geht, ist jetzt noch nicht absehbar“, so Thomas Fröhlich. Die
Holzfässer, aus auf Keuper-Boden gewachsenen Steigerwälder Eichen, wurden nicht nur wegen der Verbindung zum Terroir gewählt. „Durch die Mikrooxidation über das Fass findet eine Aromenabgabe des Holzes, aber auch ein permanenter Austausch mit der Umgebungsluft statt“, erläutert Max Martin. Eine abschließende Antwort auf die Fragen wird es dann schließlich im Sommer 2018 geben, wenn die erste Verkostung des ´Stollenweins´ ansteht. Für eine direkte Vergleichbarkeit bauen die drei Winzer den Silvaner zudem konventionell im heimischen Weinkeller aus. Wissenschaftlich wird das Projekt der drei jungen Weinmacher aus der Region von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim betreut, die ebenfalls ein Fass Silvanerwein im Stollen eingelagert hat. „Welchen Einfluss nehmen Luftfeuchtigkeit, Temperatur und natürlich der in der Luft gebundene Gips auf die Reife des Weines? Mit analytischen Versuchsreihen über den Reifeprozess möchten wir dieses Geheimnis lüften“, so Johannes Burkert vom Institut für Weinbau und Oenologie.

´Stollenwein´ sichern l Möchten auch Sie den Unterschied schmecken? Dann schnell sein! Sichern Sie sich schon jetzt eine von 500 Flaschen ´Stollenwein´ der Keuper Connection. Die ersten 100 Besteller erhalten neben einer signierten Weinflasche mit einem Gips-Keuper-Gestein, direkt aus dem Stollen, ein ganz besonderes Stück Terroir. Mehr dazu erfahren Sie unter www.keuper-connection.de/galerie

Die Keuper Connection l Max Martin (Weingut Martin, Ziegelanger), Thomas Fröhlich (Weingut Ilmbacher Hof, Iphofen) und Markus Hillabrand (Weingut Hillabrand, Hüttenheim) möchten neue Wege im Weinbau gehen, verlieren aber dabei den Boden nicht unter den Füßen – den der Name ist vielmehr Programm! Gegründet im Jahr 2016 vereint die drei jungen Weinmacher aus Franken ein Ziel: sie wollen ihre Heimat ´erschmeckbar´ machen.

Foto: Keuper Connection
Kommentare
Kommentar abgeben:



Ich bin damit einverstanden, dass diese Informationen elektronisch gespeichert werden.*
Zurück